Dienstag, 25. Mai 2010

Vielen lieben Dank

Auf diesem Weg möchte ich mich für die vielen Geburtstagsgrüße bedanken. Ich habe mich mit einer Reise an die Ostsee beschenkt und vom "Wettergott" gabs SONNE dazu :-)
Viele Grüße an alle Leserinnen und Leser

Sonntag, 9. Mai 2010

Muttertag

Als ich 2001 diese Specksteinplastik anfertigte, setzte ich mich intensiv mit dem Thema "Mutterliebe" auseinander. Ist die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind naturgegeben, selbstverständlich, bedingungslos? Oder braucht es bestimmte Voraussetzungen, damit diese Liebe entstehen und wachsen kann? Heute wird sehr viel über frühkindliche Bindung gesprochen. Wie sie entsteht und warum eine gute Mutter-Kind-Bindung so wichtig für ein gesundes psychisches und physisches Wachstum eines Kindes ist.
Fest steht, dass eine Mutter eine gute Bindung zu ihrem Baby aufbauen kann, wenn sie sich selbst wohl fühlt, sich einigermaßen sorglos auf die neue Situation einlassen kann. Eine neugeborene Mutter muss selbst bemuttert werden. Bleibt sie alleine mit den neuen Anforderungen ist es mitunter nur schwer möglich, bedingungslos zu geben. "Nur wer bei sich selbst zu Hause ist, kann sich mit anderen in Verbindung setzen" hat Ericht Fromm geschrieben. Selbstfürsorge ist also unabdingbar, wenn Frau eine "gute" Mutter sein möchte.

Ihr Königinnen - feiert heute euch selbst! Trefft euch und lasst es euch königlich gut gehen. Wartet nicht darauf, dass andere etwas für euch tun. Betreibt "Selbstfürsorge", sucht einen Babysitter und geht in die Sauna, ins Kino oder Bummeln oder in euer Lieblingscafe. Wenn nicht heute, dann ganz bald :-)

An alle Mütter schicke ich herzliche Grüße

Donnerstag, 6. Mai 2010

Wir müssen für die Hebammen kämpfen!

Die freiberuflichen Hebammen kämpfen ums Überleben.
Wie kann es sein, dass eine Beleghebamme in Berlin fünfmal mehr Anfragen hat, als sie Frauen bei der Geburt helfen kann und sich trotzdem mit dem Gedanken tragen muss, nach 20 Jahren die Geburtshilfe aufzugeben?
Der Grund : Sie muss ab Juli 2010 sage und schreibe 3.700,- Euro Haftfplichtversicherung pro Jahr bezahlen!!! Das entspricht ihrem Nettoverdienst von zwei Monaten!
Seit 2003 haben sich die Versicherungsprämien verdoppelt und nun erhöhen sie sich noch mal um 56 Prozent!

In einem Artikel von "Zeit Online" wird berichtet:
"Die Ursachen für die gestiegenen Prämien sind weder in den Kliniken noch in den Geburtshäusern zu finden, sie entstehen vor Gericht. Vorbei die Zeiten, in denen Patienten, die juristisch gegen ärztliche Kunstfehler vorgingen, keine Chancen hatten oder mit lächerlich niedrigen Entschädigungen abgespeist wurden. Jeder zweite Arzthaftungsprozess bei niedergelassenen Medizinern führt mittlerweile zum Erfolg.
Entsprechend mehr Geschädigte trauen sich – unterstützt von spezialisierten Anwälten, abgesichert durch Rechtsschutzversicherungen – zu klagen. Besonders für die Geburtsmedizin trifft das zu. Das liegt nicht daran, dass Hebammen oder Gynäkologen mehr Kunstfehler unterlaufen als ihren Kollegen aus anderen Sparten. Im Gegenteil, die Vorfälle unter der Geburt sind in den vergangenen fünfzig Jahren extrem selten geworden, und ihre Zahl nimmt weiter ab. Aber sie werden heute häufiger vor Gericht gebracht. »Wenn bei der Operation der Großmutter etwas schiefläuft, fragt man nicht so häufig nach. Bei einem kranken Kind ist das anders«, sagt Peter Gausmann von der Gesellschaft für Risikoberatung, der Kliniken auf Sicherheitslücken untersucht."

Dem Zeit-online Artikel entnehme ich mit Bestürzung, dass das Geburtshaus Pankow ab Juli ein "Geburtshaus ohne Geburten" sein wird, so Hebamme Sabine Witt. Angesichts von 15.000,- Euro Versicherungskosten für 40 Geburten pro Jahr musste sie Frauen mit Geburtstermin ab Juli absagen! Sie werde sich jetzt auf Kursangebote beschränken.

Das darf nicht sein! Wir müssen jetzt alle für die Hebammen mit kämpfen.
Der Deutsche Hebammenverband hat am 05. Mai eine E-Petition gestartet. Bitte tragt euch ein und helft damit, dass Frauen entscheiden dürfen, wie und wo sie mit Hilfe einer Hebamme ihr Kind zur Welt bringen.
Hier gehts zur Petition. Zuerst muss man sich registrieren, dann erhält man eine EMail mit einer Nutzernummer und einem Link. Über den Link gelangt man zur E-Petition. Wer es nicht gleich findet, es ist die Pet-ID Nr. 11400. Anklicken und dann auf "Petition mitzeichen" klicken. Ist wirklich einfach. Bis zum 17.06. müssen 50.000 Stimmen zusammenkommen. Ich bin Mitzeichnerin Nummer 23.842 und als ich grade nochmal nachgeschaut habe, waren es schon 80 Mitzeichner mehr! Also, macht bitte alle mit!!!


Hier ist der "Zeit Online" Artikel nachzulesen.
Hier gibt es mehr Infos zu dem Thema "Will Deutschland eine Geburtshilfe ohne Hebammen?" und einen Link zur Petition.
Hier gehts zur Seite des Deutschen Hebammenverbandes und einer Beschreibung, wie die Petition online gezeichnet werden kann.