Donnerstag, 25. Februar 2010

Leonore und Gabriel

Gestern war mein letzter Tag bei Königin Signe und ihren Zwillingen Leonore (links) und Gabriel (rechts). 3,5 Monate sind sie jetzt alt und beide haben sich prächtig entwickelt. Leonore entdeckt ihren Körper, fängt an, die Beine zu strecken und wieder anzuziehen und dabei die Hüfte zu drehen und es dauert bestimmt nicht mehr lange, dann dreht sie sich auf den Bauch. Gabriel ist ein zarter Junge, der aber kräftig aufgeholt hat und der ganz tief entspannen kann. Sie werden noch voll gestillt (Applaus!) und bekommen abends ein Fläschchen, auf das sie einfach nicht verzichten wollen. Ist ja auch ok - damit schlafen sie von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr und das tut der Mama auch gut :-)

Bei beiden Kindern spüre ich, dass sie genug Zeit hatten, um in unserer Welt anzukommen. Signe hat ihr Wochenbett mit Stillen, Schlafen, lecker Essen und Genießen verbracht und das merkt man ihren Babys an.

Leonore findet ihre Hand toll und Gabriel schenkt uns ein Lächeln. Die hübschen Jäckchen kann man übrigens nicht kaufen, außer Signe geht damit in die Produktion :-)
Bye-bye ihr zwei Süßen, an die Königin, den König und Prinzessin Leyla meinen herzlichen Dank für ihr Vertrauen und weiterhin viel Freude.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Kuschelschäfchen Madita oder: Nähe schafft Bindung

Darf ich vorstellen: Das ist Madita-Mara, 5 Wochen alt, gehört zum Club der Kuschelschäfchen :-)

Und so fühlt sie sich am wohlsten: Bei Mama (oder Papa) ganz nah am Körper gehalten und getragen. Da spürt sie Geborgenheit und Sicherheit.
Seinem Baby so viel Nähe zu geben ist manchmal auch eine Herausforderung - wenn die Mutter müde ist, die körperlichen Umstellungsprozesse noch zu schaffen machen oder die Seele von allem Erlebten einfach mal eine Pause braucht. Darauf kann ein kleines Baby keine Rücksicht nehmen, es braucht die Nähe zum Überleben und wenn die Eltern es schaffen, auf dieses Bedürfnis einzugehen, bauen sie das Fundament für eine sichere Bindung.
Es ist erwiesen, dass Babys, die viel am Körper gehalten werden, später ein besseres Selbstbewustsein besitzen. Sie sind nicht "verwöhnt", wie manche besorgten Großeltern oder auch Freunde fürchten, sondern fühlen sich angenommen, verstanden und können sich auf neue Dinge einlassen.

Madita kuschelt mit Mama...

und Papa. Liebe Königin, lieber König, an dieser Stelle nochmal "Herzlichen Glückwunsch" zu eurem kleinen Wunder :-)

Donnerstag, 11. Februar 2010

Windelfrei

Unter uns: als ich Mathilda kennenlernte, war sie 2 Tage alt. Sie war rosig, samtig, duftig - sie war perfekt! Doch damit nicht genug. Stolz verkündete die Mama: "Wir sind schon windelfrei!"
Was sollte das bedeuten? Mathilda geht schon alleine auf den Topf??? Ist das jetzt der neueste Trend, gleich nach einer Chinesischen Nanny, Pekip und Gebärdensprache?
Ich geb's zu: Ich war skeptisch und wollte der Sache erst mal Zeit lassen. Im Laufe der Tage aber durfte ich was Neues lernen. Nämlich, dass Babys Signale senden, wenn sie "müssen". Mathilda fängt an zu meckern und zu knären und ihre Eltern haben ganz schnell gelernt, sie zu verstehen.

Viele Babys lassen erst los, wenn sie gewickelt werden, aber im Liegen ist das viel schwieriger als in einer aufrechten Haltung. Deswegen wird Mathilda abgehalten und das dauert in der Regel ca. 20 Minuten, in denen sie tatsächlich - ich habs gesehen - nach einem immer gleichen Schema "auf die Toilette geht" :-) Erst Pipi, dann Kacka und zum Schluß wieder Pipi. Davor muss aber kräftig geweint werden. Sehr interessant: Pipi loslassen scheint schwierig zu sein. Also, wer sich wundert, warum sein Baby manchmal "einfach so" weint - vielleicht muss es grade nur pullern!

Mathilda muss sich nicht liegend mit ihrer Verdauung abquälen, durch die Art, wie sie abgehalten wird, können die Eltern gleichzeitig das Bäuchlein massieren und sie spürt, dass sie nicht alleine ist. Schaut mal, wie Mathilda's Gesichtsausdruck Bände spricht:


Nach innen lauschen, offene Hände, Mathilda ist entspannt und locker.

Aha - jetzt passiert was...

Sieht aus wie ein Lächeln, oder? Auf jeden Fall ist Leben drin :-))

Mathilda gehts gut!

Mhm... noch ein bisschen drücken...

... und das Abschlusspipi :-)

Gut geschafft, mit Papa's Hilfe! Mathilda faltet die Hände in der Körpermitte, sie "zentriert" sich, ihre Fähigkeit zur Selbstregulation ist ungestört.

Der Beweis! Okay, das ist wahrscheinlich kein Beitrag, den sich die Leserinnen und Leser vor dem Frühstück zu Gemüte führen sollten :-))

Auf Mathilda's Bedürfnisse wird adäquat reagiert und deswegen ist sie ein super entspanntes Baby, das mal ganz locker Mama's Geburtstagsparty verschlafen hat. Hier im Arm meiner "Mütterpflegerin-Assistentin" :-)

Einfach nur süß, oder?!