Seit Alexander auf der Welt ist, kommen seine Eltern zu nichts mehr. Lachend und staunend über so viel Präsenz eines so kleinen Menschleins erzählten sie mir, wie sich ihr Leben seit knapp 2 Wochen in einem anderen Zeit-Raum-Kontinuum befindet :-)Alle frischgebackenen Eltern können ein Lied davon singen: der am Morgen aus dem Kühlschrank genommene Joghurt fürs Frühstück steht am Mittag immer noch unangerührt auf dem Küchentisch, seit Stunden wollte man eigentlich mal kurz duschen gehen, das Telefon klingelt vor sich hin; soll der AB rangehen...
Die ersten Wochen nach der Geburt sind so etwas Besonderes, fast ein Ausnahmezustand, der anscheinend für Viele nach und nach aus dem Gedächtnis gelöscht wird, denn häufig können sich Angehörige und Freunde überhaupt nicht mehr erinnern, dass sie sich nach der Geburt ihres Kindes in einem ähnlichen Zustand befanden. Wenn Mama oder Papa Stunden damit verbringen, ihr Baby schlafend auf dem Bauch liegen zu haben oder die Mutter ihr Kind "nach Bedarf" stillt, äußern manche Mitmenschen ihre Sorge darüber, das Baby könne "verwöhnt" werden. Gott sei Dank weiß man heute, dass zuviel Liebe nicht schadet, sondern Babys gesund wachsen lässt.
Der leicht antiquierte Begriff "Wochenbett" hat nach wie vor seine Berechtigung, damit die Frau sich körperlich und seelisch von der Geburt erholen und ihr Kind kennenlernen kann. Langsam darf das neue Familienmitglied in die Gemeinschaft hineinwachsen und je mehr Zeit man ihm dabei lässt, desto entspannter ist die neue Situation.
Alexanders Eltern haben sich zusammen mit anderen Paaren bereits während der Schwangerschaft intensiv mit der Bindung zu ihrem Kind auseinandergesetzt. Sie besuchen einen S.A.F.E.-Kurs und das hilft ihnen dabei, sich und ihrem Baby Zeit zu lassen.
Ich freue mich, dass ich beide dabei unterstützen kann.
1 Kommentar:
Hi Nina
Der kleine siht ja süß aus wie er da so schlaft.
Ich wollte dir mal ein ganz großes Kompliement machen zu deinen schönen Bilder.
LG Tanja
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