Dienstag, 13. Juli 2010

Hausgeburt contra High-Tech-Kaiserschnitt

"Man kann sich nicht mehr auf die Natur verlassen", sagt der Professor eines Krankenhauses in Wien, dessen Kaiserschnittrate bei 50 Prozent liegt.
Die Ansprüche der Menschen seien gestiegen, alles solle planbar und risikoarm sein.

In einem Bericht des Österreichischen Fernsehsenders ORF wird eine Frau bei ihrer Entscheidung zur Hausgeburt, bishin zur Geburt, begleitet. In der 13 Minuten langen Reportage wird meiner Meinung nach alles zum Thema "Soll Frau eine Hausgeburt wagen oder nicht" gesagt. Besonders bemerkenswert ist die Professionalität, Sensibilität und Wertschätzung der Hebamme Rita Klix.

Ein aussergewöhnlich guter Beitrag, der so schön zeigt, dass Eltern mit verantwortlich für den Geburtsverlauf sein dürfen und wollen!
Schaut HIER. (Nachträgliche Anmerkung: Der Beitrag ist leider nicht mehr verfügbar. Wer sich über Hausgeburten informieren möchte, dem sei diese Seite dringend ans Herz gelegt:
LUXUS PRIVATGEBURT sowie das gleichnamige Buch, das ein reicher Erfahrungsschatz ist!
)

Und wie der kleine Bruder des neugeborenen Mädchens zu ihr sagt, dass er sie liebt.... keine Konkurrenz, keine Entfremdung, einfach Mensch-sein.
Einen großen Dank an meine liebe Netzwerk-Kollegin Petra Kronwald dafür, dass sie mir diesen Link geschickt hat.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Man kommt zu nichts mehr

Seit Alexander auf der Welt ist, kommen seine Eltern zu nichts mehr. Lachend und staunend über so viel Präsenz eines so kleinen Menschleins erzählten sie mir, wie sich ihr Leben seit knapp 2 Wochen in einem anderen Zeit-Raum-Kontinuum befindet :-)
Alle frischgebackenen Eltern können ein Lied davon singen: der am Morgen aus dem Kühlschrank genommene Joghurt fürs Frühstück steht am Mittag immer noch unangerührt auf dem Küchentisch, seit Stunden wollte man eigentlich mal kurz duschen gehen, das Telefon klingelt vor sich hin; soll der AB rangehen...

Die ersten Wochen nach der Geburt sind so etwas Besonderes, fast ein Ausnahmezustand, der anscheinend für Viele nach und nach aus dem Gedächtnis gelöscht wird, denn häufig können sich Angehörige und Freunde überhaupt nicht mehr erinnern, dass sie sich nach der Geburt ihres Kindes in einem ähnlichen Zustand befanden. Wenn Mama oder Papa Stunden damit verbringen, ihr Baby schlafend auf dem Bauch liegen zu haben oder die Mutter ihr Kind "nach Bedarf" stillt, äußern manche Mitmenschen ihre Sorge darüber, das Baby könne "verwöhnt" werden. Gott sei Dank weiß man heute, dass zuviel Liebe nicht schadet, sondern Babys gesund wachsen lässt.

Der leicht antiquierte Begriff "Wochenbett" hat nach wie vor seine Berechtigung, damit die Frau sich körperlich und seelisch von der Geburt erholen und ihr Kind kennenlernen kann. Langsam darf das neue Familienmitglied in die Gemeinschaft hineinwachsen und je mehr Zeit man ihm dabei lässt, desto entspannter ist die neue Situation.
Alexanders Eltern haben sich zusammen mit anderen Paaren bereits während der Schwangerschaft intensiv mit der Bindung zu ihrem Kind auseinandergesetzt. Sie besuchen einen S.A.F.E.-Kurs und das hilft ihnen dabei, sich und ihrem Baby Zeit zu lassen.
Ich freue mich, dass ich beide dabei unterstützen kann.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Samuel das Sommerbaby

Samuel wächst und gedeiht. Die sommerlichen Temperaturen bis zu 30 Grad steckt er locker weg. Am offenen Fenster, vor Zugluft durch einen Wiegenschleier geschützt, döste er gestern vor sich hin.

Such a sweet little boy!

Als ich Samuel das erste Mal sah, konnte man nur erahnen, dass er afrikanisches Blut in sich trägt. Seine Haut war hell. Ganz langsam nimmt die Pigmentierung zu, wie man gut im Kontrast der Haut zu den Fingernägeln sehen kann.
Seine Mama Sophia kann sehr gut auf ihre Intuition hören und genießt den Alltag mit Baby und Freund. Sie haben füreinander Zeit und das ist das Wertvollste überhaupt!