Dienstag, 20. Oktober 2009

Essen lernen

Das ist Mascha, die jetzt schon 6 Monate alt ist!!! Und wie man sieht, hat sie Lust auf ESSEN! Nach der Still- und Trinkphase ist es nun Zeit für einen neuen Schritt. Mascha möchte essen lernen. Das ist eine spannende Phase für alle Eltern und wieder mal gilt es, einen eigenen Weg zu finden. Unbeeinflusst von wohlmeinenden Ratschlägen aus dem Familien- und Freundeskreis und vor allem der Babynahrungsmittelindustrie.
Jedes Baby ist einzigartig. Einzigartig auch in seinen Vorlieben, Abneigungen und in seinem Tempo.
Es gibt keine ernährungswissenschaftlichen Grundsätze, aus denen sich ein starrer Speiseplan ableiten ließe. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse geben genügend Spielraum für einen individuellen Speise- und Zeitplan.
Am wichtigsten ist, dass Eltern ihrem Baby zeigen, dass Essen etwas Lustvolles ist, es soll Spaß machen, Essen hält "Leib und Seele zusammen" und ist eben viel mehr als nur "Ernährung".

Königin Cindy hat mir diese zwei Fotos von Mascha geschickt und ich freue mich, dass ich sie hier zeigen darf, denn man sieht so schön, wie natürlich und sinnlich Mascha essen lernen darf:

Cindy gibt Mascha den Kürbisbrei mit ihrem Finger. Eine behutsame Möglichkeit des Fütterns, denn so ein Löffel ist hart und ungewohnt, aber die Finger kann Mascha ablecken und sich so ganz langsam an das neue Gefühl im Mund gewöhnen.
Grundsätzlich ist es empfehlenswert nicht vor dem 6. Monat mit fester Nahrung zu beginnen, da eindeutig erwiesen ist, dass ein zu früher Breikoststart zu Allergien führen kann. Mit drei Monaten ist das Immunsystem eines Babys noch unreif und die Darmschleimhaut noch durchlässig für größere Moleküle. Gelingt es dann großen Proteinbruchstücken (Eiweiße) aus der zusätzlichen Kost, die Darmwand zu passieren, steigt die Gefahr, dass das Kind eine Allergie entwickelt. WHO (World Health Organisation) und Unicef haben vor einigen Jahren ihre Richtlinien geändert und empfehlen jetzt, alle Kinder (statt wie früher bis zum vierten Monat) ein halbes Jahr voll zu stillen!
Das Baby zeigt von ganz alleine, wann es bereit dazu ist, essen zu lernen. Manchmal rudert es mit den Armen, wenn andere essen oder greift nach der Nahrung der Eltern und macht Kaubewegungen mit. Meine Tochter hat unser Abendessen geradezu mit ihren Augen verschlungen :-)
Für den Anfang eignen sich besonders gut gekochte Kartoffeln, Karotten, Zucchini oder auch eine weiche Banane, welche den Vorteil hat, dass man sie einfach nur zerquetschen muss.
Karotten- und Kürbisbrei enthalten viel Vitamin A und viele Babys mögen diese Breie, weil sie leicht süßlich schmecken. Damit der Körper das Vitamin A aufnehmen kann, sollte immer etwas Maiskeim- oder Rapsöl beigefügt werden. Bitte keine kaltgepressten Öle verwenden, die sind fürs Baby nicht bekömmlich, bzw. im ersten Lebensjahr sogar verboten!! Das Würzen des Breis ist nicht nötig, es verdirbt den Geschmack und belastet die Nieren!
Wichtig ist, dass man sich im Informationsdschungel nicht verunsichern lässt, sondern selbst ausprobiert.

Wer sich intensiver mit dem Thema Babyernährung beschäftigen will, dem möchte ich das Buch von Gabi Eugster, "Babyernährung gesund & richtig" empfehlen. Es vermittelt einen undogmatischen Umgang mit dem Thema, ist klar aufgebaut und enthält auch ein paar Rezepte. Außerdem wird in einem Kapitel auf besondere Situationen und Probleme eingegangen.

Der knallorangene Kürbis von Mascha hat mir heute auch Lust gemacht auf Kürbissuppe mit Ingwer und Orange - LECKER!!!
An dieser Stelle wünsche ich allen Leserinnen und Lesern viel Herbstgenuss :-)

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Fiocco Nascita - Geburtsanzeige auf italienisch

Das Ergebnis der letzten Umfrage war eindeutig: 100% sagten, eine Geburtsanzeige wie in Italien sei eine schöne Sache!
Der italienische Markt bietet eine große Vielfalt an allerliebsten, italienisch-kitschigen Schleifchen, Herzchen, Tierchen in rosa oder hellblau. Sehr gerne wird anscheinend auch eine Handarbeit angefertigt und ein Motiv gestickt - ich stelle mir die Nonna / Oma vor, wie sie vor ihrer Haustüre sitzt und für ihr Enkelkind ein Geburtskissen bestickt :-)

In Deutschland findet man sogenannte "Geburtstafeln", die von Störchen gelieferte Babys in Windeln und mit Schnuller zeigen.....

Die italienisch-romantische Version einer Geburtstafel. Ich gehe schwanger mit Ideen für diese Art von Geburtsanzeigen - mal sehen, wann das "Baby" geboren wird :-)