Montag, 16. November 2009

Ergebnis der Umfrage zum Thema Kaiserschnitt

Zu Beginn der neuen Woche gibt es in der TEATIME mal ein paar Zahlen.

Ich wollte wissen, wie meine Leserinnen zum Thema "Geplanter Kaiserschnitt" stehen und hier sind die Ergebnisse:
Von 11 Stimmen fallen
1 Stimme auf die Meinung, dass ein Kaiserschnitt die Angst vor der Geburt nimmt
3 Stimmen auf die These, dass ein geplanter Kaiserschnitt Gesundheitsrisiken verhindere
3 Stimmen auf die Meinung, dass dieser die Mutter-Kind-Beziehung störe
6 Stimmen meinen, dass ein geplanter Kaiserschnitt nicht sein muss.

Mich freut das Ergebnis, auch weil es sich entgegen dem Trend zeigt.
Laut statistischem Bundesamt steigt die Zahl der Kaiserschnitte nämlich. Waren es 1997 noch 18,5% der Geburten, zeigte die Zahl von 2007 einen Anstieg auf 29,3%! Von 664.000 Frauen, die im Krankenhaus entbunden haben, waren 195.000 Kaiserschnittentbindungen. Aus der Zahl geht nicht hervor, wieviele davon geplant waren.
Allerdings besagt eine Studie der Gmünder Ersatzkasse, dass nur zwei Prozent der Frauen einen Kaiserschnitt wünschen.

Interessant ist der Blick auf die Kaiserschnittrate bei Hausgeburten. Laut einer Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, waren hier nur bei 3,7 Prozent der Geburten ein Kaiserschnitt nötig.

Die bisher größte Studie der Welt zum Thema geplanter Kaiserschnitt wurde von Schweizer Wissenschaftlern der Universität Genf zwischen 1982 und 2004 mit 56.549 Daten durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass bei einem geplanten Kaiserschnitt, der medizinisch nicht notwendig ist, das Risiko einer Totgeburt doppelt so hoch ist, wie bei einer Geburt mit Wehen. Dies hat hauptsächlich mit der Lungenreife der Babys zu tun.

Ein schockierendes Ergebnis, das mich persönlich in meiner Haltung bestätigt, die ich mit dem Titel eines Buches von Michel Odent umschreiben möchte:
"Es ist nicht egal, wie wir geboren werden"

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